Die Künstlerin beschäftigt sich mit der Bedeutung von Kleidung und Posen anhand von historischen Gemälden, denn die Portraitmalerei macht Veränderungen wie Kontinuitäten bei Schönheitsidealen und Rollenzuschreibungen sichtbar. Ihre aktuellen Ölgemälde nehmen dabei Bezug auf die Portraits der spanischen Königsfamilie von Diego Velázquez, die sie unter Wahrung einer stilistischen Nähe verändert und vereinfacht. Die subtile Verschiebung innerhalb des Motivs negiert nicht die Zeitumstände, unter denen die historischen Gemälde entstanden, lässt aber für die heutige Rezeption neue Aspekte in den Vordergrund treten.
(Julienne Franke)
Ausstellungsansichten: Jens Weyers
Reprofotos: Emese Kazár, Jens Weyers
Ausgangspunkt der eigens für den Pavillon konzipierten Installation ist die Textilie als zweite Hülle des Körpers. Im Innenraum des Nebenhauses verdichtet Emese Kazár biografisches Material mit der Tradition der Bilderzählung der italienischen Freskenmalerei des 14. Jahrhunderts, in der das gemalte Haus – etwa bei Giotto – zum Erzählraum wird.
Ausstellungsansichten: Jens Weyers, Reprofotografie: Emese Kazár
15.07. - 29.10.2023
Ausstellungsansichten: Kunsthalle Bremen. Fotos: Tobias Hübel
14.08. - 08.10.2020
Für die Räumlichkeiten der Kulturkirche St. Stephani Bremen hat Emese Kazár eine Werkgruppe geschaffen, die sich motivisch an Jesus-Darstellungen aus der Zeit zwischen 1435 und 1556 orientiert. Es sind konkrete Bildzitate nach Werken von Rogier van der Weyden, Andrea Mantegna, Giovanni Bellini, Antonello da Messina, Vittore Carpaccio, Raffael, Hans Holbein d.J. und Marten van Heemskerck. Kazárs Bildfindungen nehmen die alte Tradition von Verhüllung und Enthüllung des Leibes Christi auf. Dabei sind Textilien mal gemaltes Bildmotiv, mal bildgebendes Material, mal beides.
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Emese Kazár
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